Warum könnte die Kaffeekirsche ein Brain-Food werden?

Warum könnte die Kaffeekirsche ein Brain-Food werden?

 

Brain-Food 2026: Was die Wissenschaft an der Kaffeekirsche so spannend findet

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Kaffee ist für die meisten der Standard, wenn man schnell wach werden will. Die Forschung schaut aber mittlerweile genauer hin: Was hilft unserem Gehirn eigentlich langfristig, fit und anpassungsfähig zu bleiben? Während die Kaffeebohne meistens als reiner Wachmacher bekannt ist, rückt die Kaffeekirsche (Cascara) durch aktuelle Untersuchungen in ein ganz neues Licht.

BDNF: Ein wichtiger Stoff für unser Gehirn

Um zu verstehen, warum die Kaffeekirsche gerade erforscht wird, müssen wir kurz über ein bestimmtes Protein sprechen: den Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF).

BDNF ist wie ein „Dünger“ für unsere Nervenzellen. Er hilft dabei, bestehende Zellen gesund zu halten und neue Verbindungen im Gehirn zu knüpfen. Ein hoher BDNF-Spiegel wird oft mit guter Lernfähigkeit verbunden, während niedrige Werte häufig beobachtet werden, wenn wir uns mental erschöpft fühlen.

Wie bekommt man mehr davon?

Unser Körper steuert diesen Stoff nicht zufällig. Bevor wir über Ernährung reden, ist eines ganz wichtig: Die stärksten Hebel für BDNF sind unser Lebensstil.

Das ist wissenschaftlich gut belegt:
  • Bewegung: Vor allem Ausdauersport kann die Produktion anregen.
  • Guter Schlaf: Tiefschlaf ist entscheidend für die Erholung im Kopf.
  • Fastenphasen: Auch längere Pausen zwischen den Mahlzeiten scheinen positive Effekte zu haben.

Die spannende Frage der aktuellen Forschung ist nun: Können bestimmte Pflanzenstoffe diesen Prozess zusätzlich unterstützen?

Das zeigen die Studien zur Kaffeekirsche

Lange hat man sich fast nur für die geröstete Bohne interessiert. Als Wissenschaftler sich aber die ganze Frucht (also auch die Schale) ansahen, fanden sie etwas Überraschendes.

In einer kleineren Studie mit 25 gesunden Teilnehmern (2013) stiegen die BDNF-Werte im Blut nach der Einnahme von Kaffeekirschen-Extrakt deutlich an (um durchschnittlich 143 %). Neuere Untersuchungen (z. B. aus 2021) haben darauf aufgebaut und Hinweise gefunden, dass dies auch mit einer besseren Reaktionszeit zusammenhängen könnte.

Wichtig für die Einordnung:

Die Studien haben die Werte im Blut gemessen (Plasma-BDNF). Die Wissenschaft diskutiert noch, wie genau sich das direkt auf das Gehirn überträgt. Diese Ergebnisse sind also kein Wundermittel-Versprechen für mehr Intelligenz, aber sie sind ein starkes wissenschaftliches Indiz dafür, dass in der Kaffeekirsche mehr steckt als in normalem Kaffee.

Warum Cascara anders wirkt als Kaffee

Das Interessante ist: Reines Koffein hat in den Studien diesen Effekt auf die Blutwerte nicht gezeigt. Das lässt vermuten, dass es an der besonderen Mischung in der Fruchtschale liegt (spezielle Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole).

Beim Rösten von Kaffee gehen viele dieser empfindlichen Stoffe durch die Hitze verloren. Cascara hingegen ist das getrocknete Fruchtfleisch. Bei MOCOTI trocknen wir die Kirschen besonders schonend. Unser Ziel ist es, genau diese natürlichen Stoffe so gut wie möglich zu erhalten.

Unser Instagram Beitrag zu dem Thema:

Fazit: Ein spannender Begleiter

Die Kaffeekirsche wird heute nicht mehr nur als Abfallprodukt gesehen. Wer sich für funktionelle Lebensmittel interessiert und mehr sucht als nur den schnellen Koffein-Kick, findet in Cascara eine spannende, pflanzliche Alternative.

Quellen zum Weiterlesen:

  1. Reyes-Izquierdo T, et al. (2013).
    Modulatory effect of coffee fruit extract on plasma brain-derived neurotrophic factor.
    British Journal of Nutrition. (Die Studie zu den Blutwerten).
  2. Robinson J.L., et al. (2021).
    Cognitive short- and long-term effects of coffee cherry extract.
    Antioxidants. (Untersuchung zu Reaktionszeit und Verarbeitung).
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