Wie bereitet man Cascara richtig zu?

Wie bereitet man Cascara richtig zu?

Cascara richtig zubereiten: Warum lose Früchte im Glas am besten schmecken.

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Ein gutes Getränk sollte ein kleines Ritual der Ruhe, eine Pause und ein bewusster Moment des Genusses sein. Um gut in den Alltag integrierbar zu sein, sollte die Zubereitung im besten Fall nicht zu kompliziert sein. Das Aufbrühen von Cascara ist denkbar einfach, aber mit ein paar Tricks holst du das volle Aroma heraus.

Die Goldene Regel: Gib der Frucht Platz

Viele versuchen, Cascara in enge Tee-Eier oder kleine Papierfilter zu quetschen. Das Problem: Die getrockneten Kirschschalen quellen im heißen Wasser auf und verdoppeln ihr Volumen.

Wenn sie eingesperrt sind, kann das Wasser nicht zirkulieren und du verschenkst Geschmack. Wir nennen das Prinzip "Free Floating": Die Kirschen müssen frei schwimmen.

Die von uns empfohlene Zubereitung:
  • Nimm 1–2 Esslöffel MOCOTI Kaffeekirschen.
  • Übergieße sie mit sprudelnd kochendem Wasser (100°C).
  • Lass sie mindestens 5 Minuten ziehen (gerne auch länger!).

Bildquelle: Eigene Aufnahme

Der Blick über die Schulter: Wie machen es die Profis?

In der Specialty-Coffee-Szene wird Cascara oft ähnlich zelebriert wie ein hochwertiger Filterkaffee. Baristas nutzen gerne die French Press (Stempelkanne). Warum? Weil sie genau unserem "Free Floating"-Prinzip folgt: Die Kirschen schwimmen frei im Wasser, werden aber am Ende durch das Sieb nach unten gedrückt.

"Professionelle Baristas wiegen ihre Cascara genau ab, um immer den perfekten Geschmack zu treffen. Eine gängige Formel in Cafés ist etwa 15g bis 18g Cascara auf 300ml Wasser. Das ergibt einen sehr intensiven, vollmundigen Aufguss. Zudem verwenden sie gefiltertes, temperaturgenau erhitztes Wasser und eine Stoppuhr."

Falls du also keine Lust auf unseren Strohhalm hast, ist die French Press also die beste Alternative zum klassischen Tee-Ei. Alternativ waren wir auch schon in Specialty Coffee Bars, die Handfilter mit Start-Stop Schalter genutzt haben oder einfach bauchige Teekannen. Auf einer Kaffeefarm wurde der Cascara-Aufguss sogar mit zerkleinerter Kaffeekirschen und Papierfilter im Handfilter zubereitet. Genau wie bei besonderem Kaffee gibt es auch hier unzählige unterschiedliche Zubereitungsmethoden, welche die komplexen Aromen aus den Kaffeekirschen rauslösen. Wir finden, die beste Methode ist die, die dir am besten schmeckt.

Bildquelle: Choi sungwoo auf Unsplash

Was sagt die Wissenschaft zur Zubereitung?

Wir bei MOCOTI wollten es genau wissen: Welchen Einfluss haben Ziehzeit und Wassertemperatur? Tatsächlich gibt es Studien, die genau das untersucht haben [1].

💡 Warum wir heißen Aufguss empfehlen

Cascara ist ein getrocknetes Naturprodukt aus der Kaffeekirsche. Wie bei Kräutertees, Trockenfrüchten oder Gewürzen ist ein heißer Aufguss die etablierte Standardzubereitung.

  • Sicherheit zuerst:
    Heißes Wasser reduziert mögliche natürliche Keimbelastungen getrockneter Pflanzenprodukte und sorgt für eine hygienisch sichere Zubereitung im Alltag.
  • Effiziente Extraktion:
    Studien zur Cascara-Zubereitung zeigen, dass warme bis heiße Aufgüsse die Extraktion von Aromastoffen und phenolischen Pflanzenstoffen besonders gut unterstützen, vor allem bei längerer Ziehzeit.
  • Geschmacklich bewährt:
    Anders als klassischer Tee entwickelt Cascara auch bei längerer Ziehzeit keine Bitterkeit. Viele Verkoster beschreiben den Aufguss als fruchtig, rund und angenehm säuerlich.

[1] Quelle: Effects of brewing conditions on total phenolic content and antioxidant activity of cascara, Food Chemistry Advances (2023)

Unser Fazit daraus: Nutze kochendes Wasser und lass deine MOCOTI Kaffeekirschen ruhig etwas länger ziehen. So bekommst du nicht nur den vollsten Geschmack, sondern holst auch das Maximum an guten Inhaltsstoffen aus der Superfrucht raus.

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